AI-Agents: Schlecht fürs Werbegeschäft?
Wahrscheinlich ja, aber sie bieten auch eine Chance.

Wie jeder weiß, wird viel über die Auswirkungen von AI auf Googles Search-Monopol und die damit verbundenen Werbeeinnahmen gesprochen. Vergessen wurden dabei aber bislang die Unternehmen, die ebenfalls einen Teil ihres Umsatzes durch Werbung finanzieren – frei nach der „Everything is an Ad Network“-Theorie. Denn diese sind besonders durch AI-Agents wie OpenAIs Operator bedroht.
Stephanie Palazzolo und Emir Efrati für The Information:
OpenAI, Anthropic and Google in recent months have launched AI known as agents that can automate tasks on consumer devices by taking over people’s web browsers. The agents can apply for jobs, find in-network doctors, and purchase food or other goods and services on people’s behalf.
The implications for a broad array of website owners are becoming clear: If the software gets good enough, people may skip using those companies’ apps altogether, making the AI firms powerful intermediaries.
DoorDash’s site, for instance, carries restaurant ads—a small but growing source of revenue for the company. But if people don’t open DoorDash’s web app, the value of ads will decline, prompting restaurants to pull back from buying the ads, said a person who has worked on Operator.
Other firms with larger advertising businesses, including Uber and Instacart, also agreed to inclusion as launch partners in OpenAI’s announcement about Operator. But the rise of web-browsing agents—if they take off—could hurt all of these companies.
Die Panik hält sich bisweilen in Grenzen, weil die Einschläge einfach noch nicht nah genug sind und zu diesem Zeitpunkt niemand so richtig weiß, ob und wie erfolgreich AI-Agents wirklich werden. Salesforces Bestrebungen sind beispielsweise mehr als dürftig und auch andere Tests waren wenig vielversprechend.
Aber wie heißt es immer so schön: „This is the worst AI will ever be.“ Damit könnten die Agenten langfristig zu einem Problem für die Profitabilität dieser Firmen werden. Auf der anderen Seite könnte es für DoorDash, Uber und Instacart auch von Vorteil sein, wenn die Agenten mit ihren Services besser zurechtkommen als mit denen ihrer Konkurrenten. Anthropic hat zu diesem Zweck übrigens eine Open Source-Software namens Model Context Protocol (MCP) entwickelt. Mit MCP können Webseiten und Datenbasen dem AI-Agent die Arbeit erleichtern, indem sie ihm genau sagen, was er tun kann und was nicht. Die Software erfreut sich seit ihrem Launch größter Beliebtheit, und das ist sehr verständlich, wenn man einen Schritt vorausdenkt. Wenn der Befehl des Nutzers nur noch lautet: „Bestell mir eine Pizza Margherita“, muss der Agent selbst entscheiden, welchen Anbieter er im Hintergrund nutzt. Und wahrscheinlich wählt er den Service, der am zuverlässigsten funktioniert.
Im Fall von DoorDash würde das eine Vielzahl von Bestellungen bedeuten, für die sie keinen einzigen Marketingdollar ausgeben müssen.