Apple Intelligence ist ein kulturelles Problem
Ja, Siri hängt hinterher. Viel schlimmer ist jedoch, dass Apple sich nicht mehr an seine Prinzipien hält.

Apple musste in den vergangenen Wochen wegen des verzögerten Launches der personalisierten Siri-Funktionen viel Kritik einstecken. Viele sind überzeugt, dass die Aktie mit einem KGV von 34 die am meisten überbewertete der Magnificent 7 ist. Nach Tesla. Der finale Dolchstoß kam jedoch diese Woche von John Gruber, der normalerweise eher wohlwollend auf das Unternehmen blickt.
Es lohnt sich, den gesamten Artikel zu lesen, aber hier ist eine Passage, die für mich besonders herausstach:
What Apple showed regarding the upcoming “personalized Siri” at WWDC was not a demo. It was a concept video. Concept videos are bullshit, and a sign of a company in disarray, if not crisis. The Apple that commissioned the futuristic “Knowledge Navigator” concept video in 1987 was the Apple that was on a course to near-bankruptcy a decade later. Modern Apple — the post-NeXT-reunification Apple of the last quarter century — does not publish concept videos. They only demonstrate actual working products and features.
Until WWDC last year, that is.
„Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse.“ Diese Maus war Apple, seit ich denken kann. Während andere ihren Aktionären nur rosige Zukunftsaussichten verkaufen, konnte man sich bei Apple fast immer sicher sein, dass ihre vorgestellten Produkte Hand und Fuß haben. Sie waren selten die Vorreiter, aber wenn sie ein Produkt oder Features entwickelten, dann richtig und so „wie nur Apple es kann“. R&D-Projekte wie das Apple Car wurden über 10 Jahre lang nicht einmal als Konzept vorgestellt und letztlich sang- und klanglos eingestampft.
Es ist erstaunlich, dass sie dieses heilige Prinzip letztes Jahr offensichtlich komplett über Bord geworfen haben.